Donnerstag, 4. November 2010

Back to basics in science

www.scienceonstage.at Rückblickend auf viele Jahre naturwissenschaftlichen Unterrichts überkommt mich der Gedanke dass das was heute in vielen Schulen stattfindet nur noch wenig mit forschendem Lernen zu tun hat und damit auch nicht nachhaltig ist. In einer Phase meines Lehrerdaseins wurde ich gefordert, Kindern ab dem 5. Lebensjahr bis zum 17. Lebensjahr naturwissenschaftlichen Unterricht zu bieten ohne Budget und ohne Ausrüstung oder ähnliche Geräte oder Labor. Diese Schocktherapie lies mich erkennen, dass die Begeisterung der Kinder für Naturwissenschaften nicht geräteabhängig ist. Entscheidend sind 
  • Möglichkeiten zur Entfaltung eigener Ideen
  • Handhabung der selbstständigen Durchführung
  • Beschreiben dessen was man beobachtet mündlich oder schriftlich
  • Auswerten im Vergleich mit anderen Ergebnissen
  • Überprüfen nach neuen Fragestellungen die sich ergeben haben
Diese fünf Punkte können bei jedem naturwissenschaftlichen Thema angewandt werden, gleichgültig wie gut die Ausrüstung ist. Je weniger vorgefertigte Experimentier Kits, desto mehr Lernerfolg. Naturwissenschaftlich denken lernt man viel gründlicher durch Selbsttun und weniger durch detaillierte "Fill in the blanks" Arbeitsblätter, was bedeutet dass das selbst geschriebene oder gemalte Protokoll viel tiefere Spuren im geistigen Lernprozess hinterlässt. Deshalb "Back to basics".